2017

Willkommen zurück aus der Sommerpause!

Ich habe die vier Wochen Sommerpause zu Hause in unserer Küche verbracht und endlich mein neues Buch fertig geschrieben. Dieses ist jetzt im Lektorat bei Beltz und erscheint im Januar 2018, Titel „Demokratische Führung in der Schule“. Es führt alle meine bisherigen Publikationen konzeptionell  unter dem Aspekt „Demokratische Führung“ zusammen: Was genau ist demokratische Führung, wie macht man das konkret und was hat das mit dem Thema Vielfalt zu tun? Ich dachte, ich muss mal gegen diese schlechte Laune beim Thema „Inklusion“ gegenanschreiben…

Und dann war ich letzte Woche mal wieder in der Schweiz und habe einen Vortrag gehalten: Wer es noch aushalten kann, mich am Stück 45 Minuten reden zu hören, der klicke hier – und darüber hinaus findet ihr über diesen link auch noch den Vortrag meines Vorredners: Ein sehr interessanter Beitrag zur Gehirnforschung.

http://www.schul-in.ch/tagung_lerncoaching_2017_videos.cfm

Bis bald hier und auf YouTube bei „Rede mal ordentlich, Frau Plath“… Gibt auch dort bald Neues…

Alles Gute zum Schulanfang! Behaltet die Nerven…! Ihr seid nicht allein! 🙂

 

Essay: Wo nehmen Emanzipationsgeschichten ihren Anfang?

(Zwei persönliche Anmerkungen vorweg:

Erstens. Ich persönlich bin gegen die Ehe als normatives Konstrukt und würde es begrüßen, wenn es die Unterscheidung zwischen »verheiratet« und »nicht verheiratet« grundsätzlich nicht mehr geben würde, für niemanden. Andererseits finde ich es genauso falsch, Menschen zu verurteilen, die den Wunsch haben, verheiratet zu sein. Das Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe sehe ich als politischen Fortschritt im Sinne einer rechtlichen Normalisierung von Homosexualität.

Zweitens. Ich erlaube mir im Folgenden über den emanzipatorischen Aspekt der Schwulenbewegung zu schreiben, obwohl ich selbst heterosexuell bin und damit aus einer privilegierten Perspektive spreche. Ich tue dies trotzdem, weil ich mich dafür einsetzen möchte, dass wir alle (also ALLE) im Dialog miteinander bleiben können, trotz bestehender Ungleichheiten und bestehendem Unrecht auf verschiedensten Feldern. Ich persönlich kenne kein wirksameres Mittel konstruktiver Veränderung – im Sinne einer Überwindung ungleicher Zustände – als das beständige RINGEN um Verständigung durch EMPATHIE).

Ein guter Freund von mir schrieb am 30. Juni dieses Jahres auf Facebook:

»20 Jahre lang habe ich nun darauf gewartet, meinen Liebsten heiraten zu dürfen; darüber bin ich irgendwie ganz schön alt und grau geworden. Schön, dass die Ehe für alle kommt – aber das wurde auch allerhöchste Zeit.«